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Ex-Academixer Bernd-Lutz Lange kritisiert geplanten Abriss Copyright © 1999-2010
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Leipziger Internet Zeitung vom 16. März 2010
Leipziger Volkszeitung vom
18. Juni 2008
Leipziger Volkszeitung vom
21. November 2005
Leipziger Volkszeitung vom 16. November 2004 Neue Ebertstraße in der Kritik
Informationen von Oktober 2004 - Mai 2005 Pressemitteilung der Stadt Leipzig vom 22. Dezember 2003 Friedrich-Ebert-Straße: Umbau zwischen Manet- und Käthe-Kollwitz-Straße Pressemitteilung der Stadt Leipzig vom 17. November 2003 feiert 85-jähriges Jubiläum Leipzig, im Juli 2002
hier stand das Henriette-Goldschmidt-Haus Leipziger Volkszeitung vom 29. Oktober 2001 Henriette-Goldschmidt-Schule feiert heute 90. Geburtstag Bei Festveranstaltung wird an die
jüdische Frauenrechtlerin erinnert / Einrichtung macht 650 junge Leute
als Erzieher und Kosmetiker fit
auf dem Alten Israelitischen Friedhof in Leipzig Leipzig, im Oktober 2001 ... es hat sich nichts getan ... keine neue verbreiterte Straße ... kein Neubau eines Gebäudes mit zugesagtem Einbau der gesicherten Originalteile des Hauses ...
HENRIETTE-GOLDSCHMIDT-HAUS ALS AUTHENTISCHER ORT JÜDISCHEN GEISTESLEBENS GEHÖRTE ES ZUM NATIONALEN KULTURERBE 1999 WURDE DIESES HAUS ABGERISSEN OBWOHL EIN STADTRATSBESCHLUSS UNTER NEUEN GESICHTSPUNKTEN NICHT MEHR TRUG HIELTEN DIE STADTVERORDNETEN AN DIESER MASSNAHME FEST 9. März 2000
20. Januar 2000 Goldschmidthaus
wird eingerüstet
Quelle: Leipziger Volkszeitung
vom 20. Januar 2000
Am 13. Januar 2000 wurde erneut S t r a f a n z e i g e gegen Unbekannt gestellt wegen des dringenden Tatverdachts der Begünstigung (§ 257 StGB), des Betruges (§ 263 StGB), der Untreue (§ 266 StGB) und von Straftaten im Amt, insbesondere der Vorteilsnahme (§ 331 StGB) und der Vorteilsgewährung (§ 333 StGB). Gegenstand dieser Strafanzeige sind die Umstände der Veräußerung des Grundstückes Friedrich- Ebert- Straße 16 in Leipzig (Henriette- Goldschmidt- Haus) im Jahr 1991. Der genaue Wortlaut der Strafanzeige
kann hier
per e-Mail abgefordert werden.
Leipzig fällt Verkehrsfragen oder: Geschichte schützt vor Abriss nicht Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23. Dezember 1999 Auszug aus dem Schreiben von Herrn Prof. Dr.-Ing. Gerhard Glaser, Sächsischer Landeskonservator, Landesamtes für Denkmalpflege, an den Stadtrat der Fraktion Bündnis 90/Grüne, Michael Weichert, vom 16.12.1999 „... Sehr geehrter Herr Weichert, nach Kenntnisnahme der Pressemitteilung der Stadt Leipzig vom 16.11.1999 zum Problem des Henriette- Goldschmidt- Hauses sehe ich mich zu einer Richtigstellung unser Haus betreffend veranlasst. Der Regierungspräsident verfügt über keine Denkmalfachbehörde, sondern ist nach dem Sächsischen Denkmalschutzgesetz (SächsDSchG) vom 03.03.1993, § 3, Höhere Denkmalschutzbehörde. Denkmalfachbehörde sind wir, das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen. Die Höhere Denkmalschutzbehörde kann nach dem SächsDSchG in Verbindung mit dem Aufbaubeschleunigungsgesetz denkmalpflegerische Fragen endgültig entscheiden nach Anhörung der Fachbehörde. Im Rahmen dieser Anhörung haben wir uns unter Berufung auf unsere ausführliche Denkmalbegründung vom 12.11.1996 gegen den Abbruch des Hauses ausgesprochen. Die in der Pressemitteilung dargestellte Verabredung zum Abbruch des Hauses und Wiederaufbau, 12 m zurückversetzt, hat mit uns nicht stattgefunden. So, wie Gebäude und Fassade technisch durchgebildet und inzwischen geschädigt sind, dürfte originale Substanz der Fassade bei einem Abbau weitgehend auseinanderfallen, so dass bestenfalls eine Kopie entstehen könnte. ...“ Schauen Sie auch hier
und sagen Sie Ihre Meinung!
Sowohl Margitta Hollick (PDS) als auch Annette Körner von den Grünen machten sich noch einmal stark dafür, das stark beschädigte Haus als Heimstätte von Frauenvereinen zu erhalten und die vorgesehene Straßenverbreiterung nicht vorzunehmen. Die Anträge beider Fraktionen wurden jedoch von der überwiegenden Zahl der CDU- und SPD-Stadträte abgelehnt. Michael Koelsch und Christine Clauß von der CDU wollten durchsetzen, dass zumindest noch einmal geprüft wird, welche Konsequenzen eine Änderung des Bebauungsplans hätte. Für diesen Antrag stimmten 33 Stadträte, 34 waren dagegen. Zuvor hatte sich Beigeordneter Lütke Daldrup erneut dafür ausgesprochen, das Andenken an die Frauenrechtlerin Henriette Goldschmidt "nicht allein an diesem Haus fest zu machen". Die breitere Straße werde gebraucht. Ein Stück nach hinten versetzt soll nun ein Gebäude gebaut werden - unter Verwendung von Originalteilen. Quelle: Leipziger Volkszeitung
vom 16. Dezember 1999
15. Dezember 1999 Seit gestern Morgen sind die Bagger im Hof der Friedrich-Ebert-Straße 16 im Einsatz Das Hintergebäude des umstrittenen
Goldschmidthauses wird seit gestern Morgen abgerissen. Gegen neun Uhr begannen
die Bagger, das verfallene Gemäuer im Hof der Friedrich-Ebert-Straße
16 zusammenzuschieben. "Wir haben mit dem Hinterhof begonnen, damit die
Baumaschinen diesen Schuttberg als Rampe befahren können", sagte Thomas
Schuchardt als einer der Eigentümer. Von dort aus könnte dann
das Vorderhaus abgetragen werden.
Quelle: Leipziger Volkszeitung
vom 15. Dezember 1999
14. Dezember 1999 Eigentümer wollten Tatsachen schaffen / Politiker griffen ein Die Aufregung ums Henriette-Goldschmidt-Haus reißt nicht ab: Gestern Nachmittag sollten die Bagger auf dem Grundstück Friedrich-Ebert-Straße 16 auffahren. Doch die Gegner des Abrisses setzten durch, dass das Haus vorerst stehen bleibt. Morgen soll das Thema erneut im Stadtrat diskutiert werden. "Punkt 15 Uhr fahren heute die Bagger
vor", teilte gestern Vormittag Thomas Schuchardt, einer der Eigentümer
des Henriette-Goldschmidt-Hauses mit. Als erstes solle das Hinterhaus zusammengeschoben
werden. Und: "Wir wollen Tatsachen schaffen."
Quelle: Leipziger Volkszeitung
vom 14. Dezember 1999
Anträge zum Goldschmidt-Haus im Kulturausschuss abgelehnt Die Debatten um das Henriette-Goldschmidt-Haus gehen weiter. Gestern wurden die Anträge der Bündnisgrünen und der PDS, die das Gebäude in der Friedrich-Ebert-Straße 16 erhalten und den Bebauungsplan ändern wollen, vom Kulturausschuss abgelehnt. Auch ein Antrag der CDU-Stadträte Christine Clauß und Michael Koelsch fand nach den Worten des Planungsbeigeordneten Engelbert Lütke Daldrup nicht die erforderliche Mehrheit. Beide hatten die Verwaltung aufgefordert zu prüfen, welche Konsequenzen sich ergeben, wenn das Gebäude stehen bleibt. Nach einem Beschluss des Stadtrates aus dem vergangenen Jahr soll das von der Frauenrechtlerin Henriette Goldschmidt gestiftete Gebäude in der Friedrich-Ebert-Straße einer breiteren Straße weichen. Heftige Diskussionen hatte es bereits einen Tag zuvor im Stadtbezirksbeirat Mitte gegeben. Dort trug Ines Hantschick vom Verein "Henriette-Goldschmidt-Haus" erneut die Proteste von Abrissgegnern vor. Zugleich wurde angeregt, einen Untersuchungsausschuss für die Vorgänge beim Verkauf des Goldschmidt-Hauses zu Beginn der 90-er Jahre zu gründen. Quelle: Leipziger Volkszeitung
vom 11./12. Dezember 1999
26. November 1999 CDU-Fraktionsmehrheit distanziert sich von Antrag zu Goldschmidthaus Koelsch fordert die Verwaltung auf zu prüfen, welche Konsequenzen sich ergeben, wenn das Haus stehen bleibt. Eigentlich soll das von der Frauenrechtlerin Henriette Goldschmidt gestiftete Gebäude in der Friedrich-Ebert-Straße einer breiteren Straße weichen. Ein Verein fordert hingegen den Erhalt. Den vom Rathaus angebotenen Kompromiss, das Gebäude könne - ein paar Meter versetzt - mit Originalteilen wieder aufgebaut werden, habe die Mehrheit der CDU-Fraktion für hinreichend gehalten, hieß es gestern (25. November 1999). Koelsch meint, der Prüfauftrag hätte dennoch aufrecht erhalten bleiben können: "Ich habe für diese Entscheidung kein Verständnis." Quelle: Leipziger Volkszeitung
vom 26. November 1999
PS: Auch der
Stadtbezirksbeirat Mitte sprach sich in seiner letzten Sitzung einhellig
für den Erhalt des Henriette-Goldschmidt-Hauses aus.
22. November 1999 Drei Stadtrats-Fraktionen wollen Abriss des Goldschmidt-Hauses vorerst stoppen Im Stadtrat wächst der Widerstand
gegen den geplanten Abriss des Henriette-Goldschmidt-Hauses. Nach den Grünen
und der PDS hat jetzt auch die CDU einen Antrag dazu eingebracht. Die Fraktion
will prüfen lassen, welche Konsequenzen sich ergeben, wenn das Haus
stehen bleibt. Bis das Ergebnis vorliegt, dürfe mit dem Abriss nicht
begonnen wereden, forderte Stadtrat Michael Koelsch. Die Christdemokraten
hatten dem Bebauungsplan, auf dessen Basis das Haus abgebrochen werden
soll, eigentlich zugestimmt. Das "unerwartet große öffentliche
Interesse" an dem Gebäude zwinge aber dazu, den Beschluss zu überdenken,
sagte Koelsch.
Nähere Infos unter Telefon (0341) 9 83 34 50 oder im Internet: www.henriette-goldschmidt-haus.de Quelle: Leipziger Volkszeitung
vom 22. November 1999
16. November 1999 Goldschmidthaus soll nach Abriss neu entstehen Das Henriette-Goldschmidt-Haus soll
nach dem Abriss 12 Meter hinter dem jetzigen Standort wiedererrichtet werden.
Diesen Kompromiss haben Regierungspräsident, Stadtverwaltung und Eigentümer
gestern dem Verein vorgeschlagen, der für den Erhalt der Friedrich-Ebert-Straße
16 kämpft. Damit sollen sowohl der geplanten verbesserten Verkehrsführung
an dieser Stelle als auch dem Erhalt des stadtgeschichtlichen Erbes Rechnung
getragen werden. Wie es aus dem Rathaus hieß, wird die Fassade rekonstruiert
und in den Neubau einbezogen. Außerdem soll der historische Grundriss
des Erdgeschosses eingehalten werden. Für den denkmalpflegerischen
Mehraufwand hat das Regierungspräsidium dem Investor Fördermittel
zugesagt.
Leipziger Volkszeitung vom 16. November 1999
Vom 12. bis 17.11.99 Aktion des Volkskunstkomitees im Goldschmidt- Haus. Von 14.00 bis 18.00 Uhr sind
ein jüdisches Gebet und ein sächsisches Kinderlied aus dem Inneren
des Hauses hörbar.
Am 16.11.99 um 17.00 Uhr im Rahmen
der Friedensdekade
13.11.99 Leserbrief der Bürgerrechtlerin Freya Klier zur Rettung des Henriette-Goldschmidt-Hauses 10. November 1999 Weiterer Rettungsversuch für´s
Henriette-Goldschmidt-Haus
Zur Rettung des Henriette-Goldschmidt-Hauses
starten Bündnis 90/Die Grünen und PDS einen neuen Anlauf: Beide
Fraktionen werden am 18. November im Stadtrat beantragen, den Bebauungsplan
für die Friedrich-Ebert-Straße zu ändern.
Quelle: Leipziger Volkszeitung
vom 10. November 1999
23. Oktober 1999 Das öffentlich-rechtliche
Fernsehen hat heute in der Sendung "Länderspiegel" im ZDF eine Dokumentation
über die Situation des weit über die Grenzen von Deutschland
hinaus bekannten Henriette-Goldschmidt-Hauses gebracht.
Trotz großer nationaler und internationaler Proteste an die Adresse des Oberbürgermeisters und die Fraktionen des Leipziger Stadtrats steht der Abriss des Henriette-Goldschmidt-Hauses unmittelbar bevor. Die Stadtratssitzung am 15.09.99, bei der die Verfechter erneut für den Erhalt demonstrierten und eine Eilanfrage an die Verwaltung zur Beantwortung übergeben wurde, hat keine Wende gebracht. Sowohl die Mehrheit der Stadträte
als auch der Oberbürgermeister sind nicht bereit, mit unserem Verein
über die Möglichkeiten der Rettung dieses
Wir werden dennoch nicht nachlassen in unseren Bemühungen und sind für jede Unterstützung sehr dankbar. Als nächste Schritte sind
eine Einstweilige Verfügung gegen den Abriss, die
Das Henriette-Goldschmidt-Haus
sollte am 16. und 17.10.99 abgerissen werden; der Abriß ist jedoch
im Moment gestoppt.
Eher ist davon auszugehen, dass es sich hier nur um eine Verzögerung handelt. |